Personal Power

Auf der Suche - Teil I

Auf unserer Suche nach … allem Möglichen erkennen wir oft nicht, dass wir uns so sehr auf die Suche konzentrieren, dass wir das Finden auslassen. Das bedeutet, dass wir so wenig an den Fund glauben, also nicht erwarten, dass wir, was immer wir auch suchen, tatsächlich finden werden, dass wir, weil wir nicht enttäuscht werden wollen, uns lieber mit der Suche aufhalten.

Ich weiß, in der Schule habe ich schon Strafpunkte für meine Schachtelsätze bekommen. Wenn die Lehrer wüssten, was sie damit anrichten… aber das ist ein anderes Thema.

Die Suche. Zunächst sollten wir uns bewusst machen, was wir überhaupt suchen. Das oben beschriebene Schema des Verirrens hat nämlich noch eine unpassende Nebenwirkung, es lässt uns vergessen, was wir eigentlich suchen. Dabei spielt es eine übergeordnete Rolle, was wir eigentlich - ganz zu Anfang - mal gesucht haben. Kennen Sie das? Sie suchen etwas und auf dem Weg durch die Wohnung, durch den Betrieb, den Keller, die Garage, fällt Ihnen plötzlich eine, dass Sie ja auch noch etwas anderes suchen und schwups, sind Sie zunächst von Ihrer eigentlichen Suche abgewichen und wenn es ganz gut läuft, dann wissen Sie nicht mal mehr, was Sie ursprünglich gesucht haben. Das Internet perfektioniert dieses Verirren. Ein Klick, und die Sucherei geht los.

Wichtig ist, dass Sie sich nicht ins Bockshorn jagen lassen. Oder besser gesagt, egal was Sie lesen, egal was dazu beitragen könnte, Sie von der Erkundung ihres Antriebs abbringen zu können, bleiben Sie am Ball.

Dazu ist es erforderlich, dass Sie sich Ihre Erkenntnisse notieren. Dadurch vermeiden Sie zum einen, dass Sie sich mit bereits erarbeiteten Zielen wiederholt auseinandersetzen und zum anderen, dass Sie sich zu lange mit Dingen aufhalten, die Sie nicht nach vorn bringen. Was Ihnen die Notizen erleichtern werden, ist die Wahrnehmung in Bezug auf Ihre Suche. Sie werden Ihr Suchmuster erkennen. Sie werden erkennen, ob Sie sich leicht ablenken lassen und kurz vor dem Ende immer umschwenken. Sie werden sich besser kennen lernen und das auf eine Art, die Ihr Interesse wecken wird, mehr von sich selbst kennen zu lernen.

Ihr Interesse wird das nicht wecken? Haben Sie es denn schon mal ausprobiert? Wann ist Ihnen das Vertrauen abhanden gekommen, dass das, was Sie tun, sinnvoll ist und etwas bewirkt, auf das Sie nicht verzichten wollen?

Denn Ihr Verhalten hat sich etabliert, weil es Sie bei Ihrer Weltanschauung unterstützt. Ihr Verhalten hat sich ausgeprägt, damit Sie Sicherheit verspüren. Dass Sie das Gefühl nicht aufgeben wollen, dass leuchtet jedem ein. Doch ist Ihre Weltanschauung eben gefärbt und könnte der Grund dafür sein, dass Sie nicht finden, wonach Sie suchen. Wenn Sie erkennen, dass das Gefühl der Sicherheit ein Trugbild ist, solange Sie auf der Suche sind, dann wird es Ihnen leichter fallen, sich auf den Weg zu machen und Ihre Suche zu spezifizieren.

19.2.18 10:31, kommentieren

Unzufriedenheit Teil II

Unzufriedenheit ist übrigens kein Bestandteil des Lebens. Unzufriedenheit ist auch nicht die Antriebsfeder der Entwicklung. Unzufriedenheit ist die Basis für Unmenschlichkeit, weil sie dazu führt, dass wir ungerecht werden, andere Menschen verletzen und in ihrer Wertigkeit reduzieren. Unzufriedene Menschen verursachen Stress, der andere Menschen, die weder egoistisch noch perfektionistisch sind, seelisch belasten. Es sind nicht die Burn Outs und Mobbing-Opfer, die nicht in die Gesellschaft passen, es sind die Egoisten und Perfektionisten, die die Fähigkeit des Miteinanders empfindlich stören.

Wer Perfektionisten und Egoisten kennt, der sollte eins beachten; Wir tun ihnen keinen Gefallen, wenn wir uns ihnen anpassen. Wenn wir ihnen helfen wollen, dann dürfen wir uns durch sie nicht beeinflussen lassen. Zufriedenheit zu erhalten, obwohl einem gesagt wird, dass man nicht zufrieden sein kann, so wie man lebt, so wie man sich gibt und so wie man aussieht, ist sehr schwierig. Doch wenn wir diese Gesinnung beibehalten, dann dienen wir als gutes Vorbild. Wir helfen anderen zu erkennen, dass Zufriedenheit nicht der Feind ist.

Doch was ist Zufriedenheit? Zuerst bedeutet es einmal, dass man sich nicht mit anderen messen muss. Wir sind alle Individualisten … und auch noch stolz darauf … nur wenn es um die Gesellschaft geht, dann wollen viele, was andere haben, vor allem dann, wenn es bedeutend ist. Zufriedenheit bedeutet auch, die gesellschaftlichen Standards genauestens zu prüfen und zu erkennen, welche erforderlich sind und welche allein dem Egoismus dienen. Sauberkeit und Ordnung sind da sicher ein Muss. Da, wo Menschen zusammenleben, muss jeder darauf achten, dass er zur Gesundheit beiträgt. Diamanten, Platin und Titan, Kaviar und Champagne hingegen, machen einen Menschen nicht zufrieden, ganz im Gegenteil. Sie sorgen sich nämlich, es verlieren zu können. Zufriedenheit bedeutet auch, eine gute Selbstwahrnehmung zu haben und nicht auf die Geschichten und Sprüche anderer Menschen hereinzufallen. Selbst Eltern erzählen ihren Kindern, dass sie in der Schule ganz vorn mit dabei waren, obwohl ihre Zeugnisse etwas ganz anderes belegen. Eltern sind nicht perfekt, Kinder auch nicht. Menschen sind nicht perfekt. Und nein, dass ist kein Freibrief dafür, Fehler aneinanderzureihen. Wir sollten jeden Tag damit verbringen, unser Bestes zu geben. Doch geht es darum, etwas sinnvolles zu tun und dazu beizutragen, dass das, was wir uns wünschen, erhalten bleibt. Gesellschaft.

Doch wie sollen Menschen, die egoistisch und perfektionistisch sind, erkennen, dass sie keinen guten Beitrag leisten und wie sollen sie von ihrer Gesinnung abweichen? Ich befürchte, dass das nur die wenigsten schaffen werden. Doch was ich Ihnen, was ich den Menschen mit auf den Weg geben will, die noch nicht ganz im Egoismus der Neuzeit verhaftet sind, ist, dass Sie sich nicht anstecken lassen dürfen. Wenn sie nicht einknicken, dann werden Sie vielleicht als gutes Beispiel den ein oder anderen Egoisten zum Nachdenken bringen. Das wäre doch schon mal was.

PS: Egoisten wollten, dass es Ihnen ganau so schlecht geht, wie ihnen selbst. Viele Egoisten haben ein durchaus beneidenswertes Leben und so können wir uns nicht vorstellen, dass es ihnen schlecht geht. Doch Unzufriedenheit macht krank und somit geht es ihnen schlecht. Bleiben Sie standhaft. Zufriedenheit hängt nicht mit Reichtum zusammen, sondern damit, welchen Selbstwert man hat. Reinigungskräfte sind unglaublich wichtig. Kraftfahrer sind unglaublich wichtig. Interessanter Weise sind viele Berufe, die absolut erforderlich sind, verrufen und/oder schlecht bezahlt. Doch was wäre, wenn es diese Berufe nicht gäbe. Würden Sie die Toilette in ihrer Firma säubern?

30.1.18 14:56, kommentieren