Personal Power

Falsche Lehren - Teil II

Glück

Was macht uns glücklich? Das Interessante am Glück ist, dass wir glücklich sind, ohne das Glück benennen zu können. Wir sind glücklich, weil wir reich sind, weil wir uns alles leisten können, weil wir uns all das erlauben können, was wir brauchen und noch mehr. Wir sind glücklich, weil wir ein Dach über dem Kopf haben und nicht hungern müssen. Wir sind glücklich, weil wir ein Auto haben, weil wir von netten Menschen umgeben sind, weil wie Musik hören und tanzen können. Manche sind sogar glücklich, weil sie wieder laufen können. Manche sind glücklich, wenn sie die Natur erleben dürfen. Und manche sind nur dann glücklich, wenn sie sich in gefährliche Situationen begeben. Dich alles, was vergänglich ist, ist kein Glück.Wenn wir die Menschen betrachten, die sich in gefährliche Situationen bringen um Adrenalin, um Glück zu spüren, dann ist dieser Kick nur für das eine Mal wirksam. Die meisten empfinden bei der Wiederholung der gleichen Situation, weit weniger Glück und müssen deshalb immer waghalsiger werden.Doch richtiges Glück ist unvergänglich. Natürlich kann es sein, dass wir uns mal mehr und mal weniger Glücklich fühlen. Das hat auch einen guten Grund. Es lässt uns innerlich reifen. Doch unvergängliches Glück, das Glück, nach dem wir alle suchen, verlässt uns nicht. Es gibt uns Erkenntnis und Einsicht. Es ist ... unglaublich.

Schuldzuweisung

Wenn Sie in einem Restaurant sind und der Kellner Ihnen versehentlich die Suppe über die Kleidung schüttet, beschuldigen Sie dann den Koch?Verachten Sie den Becker, weil er runde statt eckige Brötchen backt?Natürlich nicht, denn das wären ungerechtfertigte Schuldzuweisungen. Diese falschen Schuldzuweisungen sind nicht nur ungerechtfertigt, sie hindern uns selbst daran, die Wahrheit zu erkennen. Das wiederum hindert uns daran, den Weg einzuschlagen, der uns wirklich Glücklich macht.

Hilfsbereitschaft

Mir wird oft gesagt, dass ich dumm sei, weil ich gern und oft helfe – uneigennützig und kostenlos. Damit käme man nicht weit. Man würde immer hintenanstehen. Keiner würde einen ernst nehmen. Alle würden einen als Fußabtreter benutzen. Ist das so? Es ist schon einige Male vorgekommen, dass Menschen, denen ich geholfen habe, mich versucht haben auszunutzen. Doch können sie das nur, wenn ich das zulasse. Hilfsbereitschaft heißt nicht Aufopferung. Hilfsbereitschaft heißt, Menschen zu stützen, ihr Leben zu erhellen. Ihnen Freude zu bringen. Dabei gilt es, folgende Dinge streng zu ignorieren: Anerkennung, Lob und Ehre. Denn diese Dinge bringen Menschen nur dazu, sich von anderen abzutrennen. Diese Dinge bringen Menschen dazu, in Wettbewerb zu treten. Zuhören, beruhigen und fröhliche Dinge tun. Das ist Hilfe.

Geld

Was kann Geld dir bieten, wenn du unglücklich bist? Ablenkung! Was kann Ablenkung dir bieten? Ablenkung hindert dich daran, dein Glück zu finden denn sie lässt uns glauben, dass wir uns selbst Freude bereiten können, ohne dabei glücklich sein zu müssen. Ablenkung lässt uns glauben, dass sie das Mittel zum Zweck ist. Ablenkung sagt uns, dass wir uns nur richtig bemühen müssen, damit aus der Freude Glück wird. Und wenn wir nicht Glücklich sind, müssen wir uns mehr bemühen. Und ... Ablenkung lenkt uns ab. Sie lenkt uns von unserem eigentlichen Ziel ab. Der Suche nach dem Glück.

Geduld

Im Laufe unseres Lebens werden wir immer wieder oft mit Situationen konfrontiert, die uns zu überfordern scheinen. Meist ist das der Fall, wenn unsere Wünsche nicht erfüllt werden, wenn uns Anerkennung fehlt oder der Tod in unser Leben tritt. Dann kann es passieren, dass wir so verzweifelt sind, dass wir Gott – oder die höhere Macht, wie einige sie nennen – herausfordern. Sollten wir uns schon oft an Gott gewandt haben um mit ihm zu verhandeln und wir keine Konsequenzen gespürt haben, dann werden wir eines Tages so unverschämt sein (manche nennen es mutig), dass wir, statt zu überlegen, ob unsere Wünsche und Erlebnisse wichtig und realistisch sind, wir die Aufforderungen nach Wundern, nach Beweisen übertreiben. Um Beachtung zu erlangen fordern wir Beweise, die einzigartig, großartig, sensationell und ohne Zweifel erkennbar sein werden. Ohne zu verstehen, was wir mit diesen Forderungen anrichten, lasse wir uns nicht beirren. Gott muss beweisen, dass er Recht hat und nicht wir. Am Ende – weil Sie nicht auf Ihre Worte geachtet haben, weil Sie vielleicht die Erfüllung Ihrer Wünsche verschlafen haben - kann die Erfüllung Ihrer Forderungen so überdimensioniert ausfallen, dass der Beweis, den wir fordern, ein Unfall sein kann, ein Zusammenbruch oder eine schwere Krankheit. Und dann sind Sie an der Reihe zu glauben, dass Gott Sie aus diesem Schlamassel wieder raus geleitet. Hoffentlich ist Ihr Glaube dann schon so reif, dass Sie es schaffen.

Vertrauen Sie darauf, dass Sie alles bekommen, was Sie brauchen und immer zur rechten Zeit.

8.9.17 15:57, kommentieren

Falsche Lehren - Teil 1

Heute starte ich meine Reihe zum Thema: „Falsche Lehre“. Natürlich beinhaltet das die Tatsache, dass es falsche Lehrer gibt. Doch möchte ich direkt klarstellen, dass die „Falschen Lehrer“ berichten, was sie gelernt haben und das war leider bereits falsch. Es ist schade, dass die Menschen ihr zweitwichtigstes Organ nicht dafür nutzen, wofür es geschaffen ist – aber vielleicht liege ich falsch mit meiner Annahme, dass unser Gehirn dazu fähig ist, zu denken. Vielleicht ist es nur dazu da, Aufträge aufzunehmen, zu speichern und auszuführen. Vielleicht ist es unser wichtigstes Organ, das Falsch von Richtig unterscheidet und uns befähigt, selbstständig zu handeln. Dinge zu überdenken und die wichtigste aller Fragen zuzulassen, die einzige, die uns weiterbringt: „Was hindert mich eigentlich daran, trotz all meiner Bemühungen, wirklich glücklich zu sein?“Ich nehme die Antwort vorweg: „Falsche Lehren!“ Uns wurde gelehrt, Verantwortung zu übertragen, anderen die Schuld für alles zu geben, was uns nicht in den Kram passt. Oder, auf der anderen Seite, uns für alles, was nicht gut funktioniert, selbst die Schuld zu geben. Sie fragen jetzt: „Wie? Ich soll andere nicht verantwortlich machen und auch die Verantwortung nicht selbst übernehmen?“ Im Grunde ist das so. Doch auch diese Interpretation beruht auf einer falschen Lehre.Aber wie soll ich es sagen, ohne Sie zu verschrecken? Lassen Sie mich zuerst ein paar grundlegende Dinge anführen. Es gibt eine Redewendung die besagt, dass ES unmöglich ist, bis einer kommt und ES tut. Als Beispiel wird hier gern Roger Bennister angeführt. Obwohl Wissenschaftler und alle, die sich mit der menschlichen Physiologie beschäftigten, sich einig waren, dass es unmöglich sein, 1.600 KM unter 4 Minuten zu laufen, hat Roger Bannister diese 1954 geschafft. Doch nicht nur das. Ein Jahr später, schafften es auch viel andere. Frei nach dem Motto, was der kann, dass kann ich auch.Doch geht es in dieser Reihe nicht darum, Sie zu Höchstleistungen anzuspornen. Ganz im Gegenteil. Dieses Beispiel soll nur dazu dienen, dass es in Ihrem Leben darum geht, etwas zu tun, was die wenigsten in Ihrem Umkreis getan haben, tun und vielleicht tun werden. Denn es geht nicht um die anderen, es geht nicht darum, andere zu verändern, damit es einem selbst besser geht. Es geht nicht darum, sich selbst über andere zu stellen. Es geht nicht darum, dass andere gut über Sie reden. Es geht nicht darum, Erster zu sein. Es geht darum, das Richtige zu tun.Die nächste Berechtigte Frage lautet also: „Woher will irgendjemand auf dieser Welt wissen, was wirklich richtig ist?“ Und hier ist die Antwort: „Weil es sich richtig anfühlt!“ Doch Vorsicht, Gefühle führe uns leider nur zu oft in die Irre. Ich meine also nicht das Bauchgefühl, dass wir haben, wenn wir Hunger haben und es mit Essen stillen. Ich meine auch nicht das Gefühl, dass unsere Nackenmuskulatur verkrampfen lässt, weil wir uns fürchten. Ich meine das Gefühl, das unseren ganzen Körper einnimmt. Und ich kann nicht sagen, ob es sich bei jedem gleich bemerkbar macht. Vielleicht ist es für einen wie eine Ganzkörpergänsehaut. Ein anderer wird von Freudentränen übermannt. Egal wie, es ist nicht lokal, sondern überall.Und was ist es nun, dass etwas als „Richtig“ auszeichnet? Die innere Haltung.Und wenn Sie sich Gedanken machen, was andere über Sie denken, dann dürfen Sie gern folgenden Satz nuten: „Glaub´ du an das, was dich unglücklich macht und ich glaube an das, was mich glücklich macht!“

1.9.17 14:54, kommentieren