Personal Power

Auf der Suche - Teil III

Was suchen wir eigentlich? Wir suchen nach Aufmerksamkeit, Anerkennung, Fähigkeiten, Herausstellungsmerkmalen, materiellem Reichtum. Wenn wir das alles hinter uns haben, erfolglos, dann suchen wir nach dem Sinn des Lebens, nach Geistern, Engeln und … Gott? Dann fällt einigen Menschen wieder ein, dass da doch was war, das angeblich die Welt lenkt. Dann entsteht die Frage, warum er uns nicht hilft. Dann heißt es: „Wenn es einen Gott gibt, dann…!“ Aber natürlich sitzt, oder steht Gott nicht Jahrelang im Garten Eden herum, oder wo auch immer, und wartet darauf, dass wir seinen Namen rufen, erwarten, dass ein Wunder geschieht und dann weitermachen, wie zuvor.

Denn was wir zunächst tun müssen, ist all die Verwirrung ablegen, die wir durch unser Suchverhalten angezettelt haben. Die meisten Menschen, die ich kenne, erkennen im Laufe ihrer Reise, dass sie sich nach Liebe sehnen. Nach der Liebe, die oft im Zusammenhang mit Tieren beschrieben wird. Viele geben sich dann damit zufrieden, diese Liebe mit einem Tier zu teilen.

Doch nicht jeder kann ein Tier halten. Diese Menschen versuchen ihr Glück also bei Menschen. Ihre vergebliche Suche führt sie meist weit ab von dem Pfad, der sie zur Liebe führen würde. Warum? Weil sie so mit der Suche beschäftigt sind, dass sie das wichtigste vergessen haben. Ich möchte das Problem anhand der Regeln des Angels verdeutlichen. Wer einen Fisch fangen will, muss was? Richtig, den richtigen Köder verwenden. Ich angle nicht und hoffe, dass meine Aussage stimmt, wenn ich sage, dass man mit Regenwürmern keinen Tunfisch angelt. Nichts desto trotz dürften Sie verstehen, worauf ich hinaus will. Wenn ich mir jemanden „angeln“ will, der mich liebt, dann muss ich mit Liebe angeln.

Wie gut kennen Sie sich selbst? Wie viel Liebe haben Sie kennen gelernt, um einen angemessenen „Köder“ auszuwerfen? Wonach suchen Sie gerade? Haben Sie Ihre Brille verlegt und auf dem Weg durchs Haus an den Stift gedacht, den Sie für die Beschriftung der CDs benötigen und sind dann ins Büro abgebogen, wo Ihnen dann gleich noch das Klebeband eingefallen ist, dass Sie für die Verpackung der Geschenke benötigen … nächste Woche?

Nein, dass ist nicht schlimm. Es zeigt nur, dass Sie nicht fokussiert sind und so, wie Sie sich in dieser Situation verhalten, verhalten Sie sich auch, wenn Sie nach den Dingen im Leben Ausschau halten, die Sie glücklich machen sollen, frei und sicher.

Wenn am Ende Ihrer Suche Gott ins Spiel kommt, dann sind Sie nicht verrückt, sondern einen großen Schritt weiter gekommen. Wenn Sie sich dann fragen, wie Sie Ihren Glauben stärken können, dann wer Sie hören, dass nur die Bibel, also das Lesen darin, Ihren Glauben stärkt. Und das mag auch richtig sein. Doch aus meiner Sicht hilft nur eins: Vertrauen. Wenn wir dem, was wir in der Bibel lesen, nicht vertrauen, dann werden wir auch keinen Glauben daraus entwickeln. Wenn wir in die, die uns das Wort Gottes überbringen sollen, kein Vertrauen haben können, wie sollen wir dann erfolgreich suchen? Wenn wir nicht gelernt haben, was es bedeutet, geliebt zu werden, welchen Köder können wir dann auswerfen? Eine Erklärung lautet: „Wenn wir, weil uns ständig gesagt wurde, dass wir nicht gut genug sind, glauben, dass wir nicht gut genug sind, dann müssen wir nur oft genug hören, dass wir gut sind.“ Und wer redet da meisten mit uns? Wir selbst!

Ich habe die Methode auch schon ein paar mal ausprobiert und muss leider zugestehen, dass sie nur wenig Einfluss auf mein Leben hat, aber sie hat Einfluss. Ich muss nur am Ball bleiben. Ich muss mich mit Menschen umgeben, die mich zu schätzen wissen. Ich muss mir bewusst machen, dass meine Suche nach dem perfekten, fehlerfreien Leben eine Vision ist, die mir von Menschen vorgegeben wurde, die „nur das Beste“ für mich wollten oder ihre eigene Unzulänglichkeit vertuschen wollten. All das ist nicht böse, aber hinderlich. Jeder Mensch kann etwas, das anderen hilft.

Wonach suchen Sie?

12.3.18 13:17, kommentieren

Auf der Suche - Teil II

Wie bereits angesprochen, wird Ihnen die Erkenntnis Ihrer Suche helfen, sich selbst kennen zu lernen. Sie kennen sich! Na klar. Wir kennen uns alle. Wir wissen, ob wir zu viel oder zu wenig wiegen, zu groß oder zu klein sind, zu laut oder zu leise. Doch das sind alles Eigenschaften, die wir im Vergleich zu etwas bewerten, dass in dem vorgegebenen Umfeld als NORMAL gilt. Das ist auch erst mal gut so, aber das bedeutet nicht, sich zu kennen.

Ein Beispiel: Es gibt normalgewichtige Menschen, die an verfetteten Organen leiden. Bis vor kurzem hatte sich niemand darüber Gedanken gemacht. Schon gar nicht die, die normalgewichtig waren. Nun könnte man sicher die Frage stellen, wozu diese Info gut sein soll? So wichtig, wie es ist, seinen Gesundheitszustand zu kennen, so wichtig ist es, sein Selbst zu kennen. Wer sich kennt, kann in jeder Situation angemessen reagieren. Angemessen entspannt, angemessen erklärend, angemessen annehmend. Wer sich kennt, kann der Manipulation entgehen, die unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft auf uns ausübt. Das bedeutet nicht, dass wir uns entziehen, das bedeutet nur, das wir angemessen reagieren. Das bedeutet, dass wir uns nicht von der Meinung anderer verleiten lassen und das wir finden, was wir suchen.

Das wir uns kennen lernen hat Auswirkung auf unseren Umgang mit anderen. Menschen, die sich nicht kennen. neigen dazu, ihr eigenes Leid auf andere zu übertragen. Zwangsstörungen entzweien Familien, Süchte auch. Gerade Kinder leiden erheblich unter den Auswirkungen, da sie noch nicht gefestigt sind und ihre eigene Wertigkeit in Frage stellen. Menschen mit Süchten und Zwangsstörungen sind nicht in der Lage, anderen Vertrauen und Stärke zu vermitteln. Sie vermitteln nur Versagen.

Vielleicht kann man sagen, dass ein Suchtverhalten entsteht, weil man nicht findet, wonach man sucht. Es ist vielleicht das Zeichen der Aufgabe. Man hat aufgegeben zu suchen und flüchtet sich in eine Sucht. Ein Zwangsverwalten kann sich daraus ergeben, dass man aufgegeben hat zu suchen, weil man glaubt, dass man allein durch Disziplin zum Ziel kommt. Doch Disziplin wird all zu oft mit Aushalten, also Stillstand, verknüpft. Daraus entsteht die Angst sich auf die Reise zu begeben und so macht man es sich selbst unmöglich, ans Ziel zu gelangen … durch eine Zwangsstörung. Soweit zur Theorie.

Natürlich sage ich nicht, dass sich Süchtige und Zwangsgestörte nun einfach nur auf den Weg machen müssen. Mir ist sehr wohl bewusst, dass das nicht so einfach ist. Doch möchte ich Ihnen auch verdeutlichen, wie Aufmerksam man sein muss, um diesen Sackgassen zu entgehen. Gerade das Suchtverhalten ist viel ausgeprägter, als wir glauben. Gerade Alkohol, der in unserem Land legal ist, wird als Suchtmittel unterschätzt. Da viele Menschen ihren Alkoholspiegel regeln, nur am Wochenende total betrunken sind, nennt man das nicht Sucht. Doch wer auf Alkohol nicht ganz und gar verzichten kann, der ist süchtig. So ist es auch mit Kaffee, Schokolade, Tee und vielen anderen Stoffen, die eine Abhängigkeit auslösen, die der Gesellschaft aber mehr nutzt als schadet. Dem Einzelnen jedoch schadet sie mehr, als das sie nutzt, denn die Sucht lenkt uns von der Suche ab.

Was suchen wir denn nun?

28.2.18 07:47, kommentieren