Personal Power

Ursache und Wirkung VI

Heute gebe ich Ihnen 3 Anregungen mit auf den Weg, die Ihnen helfen sollen, ihre Wahrnehmung zu schulen.

Veränderung:

Schwierigkeiten damit zu haben Entscheidungen zu treffen oder Veränderungen anzustoßen liegt in der eigenen Persönlichkeitsstruktur.

Wenn es 10 vor 10 ist, dann sprudeln so viele Ideen und schwirren so viele Lösungen um einen herum, dass man sich gar nicht entscheiden kann, welche die schönste ist. Je weiter die Zeit vergeht, desto undurchsichtiger werden die Varianten. Wenn es dann 5 vor 12 ist, ist alles nur noch schwarz. Viele Menschen behaupten, dass sie unter Druck stehen müssen um leichter Entscheidungen fällen zu können. Realistisch betrachtet ist es eine Hintertüre, die sie sich offen halten. Schließlich kann man sich bei Fehlentscheidungen darauf berufen, nicht genügend Zeit gehabt zu haben und alle Optionen abzuwägen.

„Wenn das was du tust funktioniert, dann tu etwas anderes!“ Das hilft um sich eine Veränderungshaltung anzueignen, die sich in allen Situationen hilfreich erweisen wird. Veränderungen in entspannter Umgebung zu erlernen wird Wiederstände abbauen.

Verantwortung:

Keine Zeit zu haben sich um andere zu kümmern, den Müll rauszutragen, sich Probleme anzuhören doch stundenlang online in den Social Medien herumzulungern zeigt, dass unsere Gesellschaft keine Verbindlichkeiten eingehen kann und will. Auf WhatsApp und Co. kann man sich schnell ausklinken und sich – falls nötig – später noch eine geeignete Ausrede für das Verschwinden einfallen lassen. Ein bewehrter Kommentar lautet: „Das macht doch jeder so!“

Ursache ist also Faulheit, Faulheit Verantwortung zu übernehmen, sich mit anderen auseinander zu setzen, Pos. zu beziehen. Faulheit kann auch Angst sein, doch Faulheit ist noch schlimmer.

Keine Zeit zu haben ist im Übrigen keine Tugend, sondern eine Beleidigung. Wir verabreden uns oft mit der Einleitung: „Wenn du Zeit hast…“ und das sagt so viel wie: „Kannst du mich dann dazwischen quetschen?“ Das ist doch nicht nett. Keine Zeit zu haben bedeutet, dass man sich mit demjenigen nicht treffen will, oder? Keine Zeit zu haben und die Arbeit vorzuschieben zeigt zudem, dass man in völliger Abhängigkeit zu Lob und Anerkennung steht und sich regelmäßig überarbeitete, weil man seinen eigenen Wert nicht einschätzen kann.

Vorbild:

Unhöflichkeit entsteht durch Hochnäsigkeit, Arroganz und mangelndem Mitgefühl. Weil man Erfolg hatte und/oder in eine gut situierte Familie hineingeboren wurde, ist man nicht automatisch ein wichtigerer Mensch. Schwer zu verstehen? Nimmt man anderen die Vorfahrt, weil man einen SUV fährt oder ein entsprechendes Statussymbol, dann ist das nicht richtig, sondern unhöflich.

Respekt und Höflichkeit werden zunehmend durch Druck, dem viele Berufszweige wie z. B. die der Paketdienste unterliegen, ausgebootet. Wer unsozial behandelt wird, gibt das gern weiter. LKW-Fahrer manipulieren ihre Fahrtenschreiber um pünktlich zu sein, Pendler verlieren durch den ständig dichter werdenden Berufsverkehr kostbare Freizeit … und auch fehlende Zeit bringt Unhöflichkeit.

Ursache und Wirkung ist aber nicht nur eine Frage der Situationswahrnehmung. Im Grunde wollen wir alle Antworten, statt Problemerklärungsversuche. Geduld ist eine sehr wichtige Charakter-Eigenschaft. Um neue Dinge zu erlernen benötigen wir viele Beispiele durch die jeder die Chance auf seinen ganz eigenen Aha-Effekt bekommt. Außerdem kommt es sehr oft vor, dass man die Antwort eigentlich doch nicht hören will. Also … seien Sie vorbereitet.

22.2.17 14:26, kommentieren

Ursache und Wirkung V

Den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung zu ignorieren führt dazu, dass Menschen und somit ganze Gesellschaften den Bezug zum Miteinander verlieren. Dies führt dazu, dass ein harmonisches – neudeutsch „soziales“ Miteinander nicht mehr möglich ist.

Ob ein Mensch sozial ist oder nicht, hat nichts mit der Gesellschaftsschicht zu tun, in der er sich bewegt. Leider findet man in den gehobenen Schichten genauso viele unsoziale Menschen, wie in anderen.

Ich habe letztlich ein Interview mit einem Motivationstrainer gelesen. Der Anfang war noch nachvollziehbar doch dann folgte genau das, was die Gesellschaft den erfolgreichen Menschen eintrichtern will und was alles andere als sozial ist.

Er sagte sinngemäß, dann man, wenn man erfolgreich sein will, für das, was man tun brennen muss. Bei ihm ginge diese Einstellung sogar soweit, dass er Mercedes fährt, weil er für Mercedes brennt.

Nun, ich kenne sehr wohl die firmeninternen Richtlinien, mit denen BMW, Mercedes und sicher auch Audi ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen anstachelt. Vermutlich kennt jeder, der eine dieser Nobelkarossen fährt auch die Einstellung in Bezug auf die Kunden, die primär beliefert werden sollen.

Tja, weit gefehlt. Es geht schon lange nicht mehr um die inländische Käuferschicht. Motoren und Ausstattungsmerkmale werden auf den Verkauf nach Übersee optimiert und ausgerichtet. So erklärte mir zumindest ein Verkäufer die mir fragwürdige Konfiguration mancher Fahrzeugtypen.

Doch zurück zur Energie. Zurück zur Motivation. Ich freu mich, dass der Motivationstrainer für Mercedes brennt, doch würde er seine Motivation ohne Emotionen betrachten können, dann könnte er erkennen, dass seine Motivation grenzwertige Vorgehensweisen zur Mitarbeitermotivation und Effizienzsteigerung unterstützt und sich sein „Brennen“ am Ende nur darauf bezieht, dass er sich mit dem Image identifiziert, dass er sich mit dem Stern auf der Haube in manchen Gesellschaftsschichten erkauft.

Wenn wir lernen würden, dass unsere Persönlichkeit nicht von der Menge und Qualität der Objekte abhängt, mit denen wir uns umgeben, sondern dass wir Respekt und Freundschaft erlangen, indem wir uns angemessen verhalten, dann könnten wir selbst den regierungsseitigen Einfluss steuern, der uns zu diesen Materialisten geformt hat.

Emotion ist wichtig, das steht außer Frage. Die Medien, die Politik und die Religion nutzen leider unsere Emotionen dazu, uns zu manipulieren. Da wir von Kindesbeinen an mit dieser Manipulation leben, erkennen wir die Absicht hinter dieser „Fernsteuerung“ nicht, die beabsichtigt, uns zu etwas zu machen, dass wir gar nicht sein wollen und etwas zu kaufen, dass wir nicht brauchen.

17.2.17 13:11, kommentieren