Personal Power

Anpassungsfähigkeit Teil II

Wozu brauchen wir denn nun diese Anpassungsfähigkeit?

Wir brauchen Sie, weil wir alle auf der Suche nach dem gleichen sind: Nach „Glück“. Manche nennen es Zufriedenheit, andere Freude, andere Erfolg … ganz egal. Es fühlt sich gut an. Jeder Mensch, ausnahmslos jeder, ist auf der jagt nach dem guten Gefühl. Wir haben alle nur verlernt, wie wir anhand von Ursache und Wirkung, die richtigen Aktionen nutzen, um wirklich gute, anhaltende Gefühle zu erleben. Und glauben Sie den Menschen nicht, die Ihnen einreden wollen, dass es das nicht gibt. Menschen, die Ihnen sagen, dass man immer mal wieder unglücklich sein muss, damit man das Glück genießen kann, können Ihnen nicht wirklich helfen, denn Sie wissen gar nicht, was Glück ist und warum wir es immer und vollkommen haben können.

Wichtig zu wissen ist schon mal: "Wir sind unglücklich, weil wir nicht vertrauen, weil die Haltung, die wir uns angeeignet haben, instabil ist." Nicht mehr, und nicht weniger.

Ein Ausschnitt aus einer Predigt von Bayless Conley sagt:

Wir leben in einer Welt, mit der es abwärts geht. Der Geist der Welt bedrückt uns mit Stress und Lasten, Angst und Sorgen. Aber Jesus sagt, dass es Ruhe für unsere Seelen und unsere Gedanken gibt. Wir dürfen diese Ruhe kennenlernen. In Matthäus 11 heißt es: „Komm und finde Ruhe für deine Seele.“

Denn das ist es, was uns den rechten Weg zeigt. Ruhe. Aus der Ruhe heraus, können wir agieren. Wenn wir Stress haben, wenn uns alles zuviel wird, dann können wir von Glück reden, wenn wir noch reagieren können. In der Situation ist es aber nunmal kein Glück mehr, sondern einfach nur Rettung in letzer Sekunde. Die Ruhe, die uns glücklich macht, die finden wir nicht in Aktionen, die uns auspowern, die unser angestautes Adrenalin reduzieren. Die Ruhe, die uns glücklich macht, die finden wir nur im Evangelium.

Ich weiß, Religion! Doch tun Sie sich selbst einen gefallen und lesen Sie weiter. Denn Religion ist nicht Kirche. Religion ist Glauben. Es kann sein, dass in einer Kirche das Evangelium gepredigt wird, muss aber nicht. In vielen Kirchen wird das Alte Testament gepredigt, weil dort Inhalte aufgeführt sind, die wir greifen können. Dort steht, wie wir uns zu verhalten haben. Doch das Evangelium, das neue Testament sagt, dass wir glauben sollen. Wir sollen an Gott glauben, an Jesus Christus. Keiner von uns hat ihn gesehen, keiner angefasst. Keiner von uns war dabei, als er auf der Welt war, um uns zu retten. Das macht die ganze Sache so fragwürdig. Fragwürdig, weil wir Angst haben, wie ein Depp dazustehen. Was, wenn das alles nicht stimmt? Doch was, wenn das alles stimmt? Stehen wir dann nicht wie noch viel größere Deppen da?

Was hindert uns noch daran, zu glauben? Wir hindern uns selbst. Wir wollen alles perfekt machen, wir wollen alles mit der Haltung des Erwachsenen, gut geplant und kognitiv begreifbar machen. Doch in Markus 10 steht: „Vater, du verbirgst die Wahrheit vor denen, die sich selbst für so klug und weise halten, und enthüllst sie denen, die ein kindliches Gemüt haben.“ Oder (andere Bibel-Version - und nein, das zeigt nicht, dass jeder macht was er will, das zeigt nur, wie wichtig es ist, dass jeder so angesprochen wird, das er den Sinn versteht) „Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird dort nicht hineinkommen.“

Zu glauben bedeutet, zu vertrauen. Aktion erfordert das Gefühl von Sicherheit und das wird durch Vertrauen aufgebaut.

In der Predigt heitß es auch: „Die Welt ist unruhig, weil sie nach Gott sucht und ihn nicht kennt. Viele wissen nicht, dass sie sich nach Gott sehnen. Aber wir Menschen spüren alle, dass etwas fehlt. Wir sehnen uns nach Ruhe, nach innerem Frieden, nach dem fehlenden Puzzlestück, und wir suchen uns einen Ersatz dafür – Drogen, Sex, Geld … Wir vergraben uns in unserer Arbeit oder in religiösen Ritualen. All das ist Ausdruck unserer Sehnsucht nach dieser Ruhe. Es ist Ausdruck dafür, dass der Mensch nach innerem Frieden sucht. Aber er sucht ihn am falschen Ort.“

„Die ganze Welt taumelt unter der Last von Stolz und falschen Vorspiegelungen, weil sie versucht, jemand zu sein, der sie nicht ist, sich bemüht, die neuesten Klamotten zu tragen, die angesagtesten Wörter zu verwenden und zu wissen, was cool ist und was nicht. Sie haben Angst, dass jemand entdeckt, wie sie wirklich sind. Aber wenn wir uns niederbeugen und die Demut Jesu annehmen, schenkt das unserer Seele eine wunderbare Erlösung und Ruhe.“

Und das kann ich nur bestätigen. Die Ausgeglichenheit, die ich leben kann, Tag für Tag, habe ich, weil ich mich nicht wichtig nehme und darauf vertraue, dass Gott, Jesus und der Heilige Geist, mein innerstes erkennen und mir helfen wird, ein Mensch zu sein, voller Freude, in Frieden und Gelassenheit.

Ich kann Ihnen die Predigt nur ans Herz legen. „Du bist eingeladen: Sehnst du dich nach mehr 2/2“

14.5.18 18:10, kommentieren

Anpassungsfähigkeit Teil I

Was ist das eigentlich, Anpassungsfähigkeit und warum ist es wichtig, sich damit zu beschäftigen?

Als erstes möchte ich an dieser Stelle Ihre Aufmerksamkeit noch mal auf das Verhalten von Ursache und Wirkung lenken. Erinnern Sie sich noch daran? Wir können jeden Tag das gleiche tun, immer wieder ein und demselben Ergebnis nachjagen, Verbesserung anstreben … . Doch solange wir Ursache und Wirkung nicht klar definieren und voneinander trennen können, kann es sein, dass wir uns in eine Schleife hineinmanövrieren, aus der wir nicht mehr hinauskommen. Wir suchen das Ei, obwohl die Henne, die wir brauchen, direkt vor uns steht.

Anpassungsfähigkeit ist die Fähigkeit, sich anzupassen. Ganz genau. Sie beschreibt die Fähigkeit, sich selbst an veränderte Bedingungen anzupassen. Es gibt keine Limo mehr, dann trinke ich halt Wasser. Es gibt keine Kartoffeln mehr, dann esse ich eben Gemüse. Es gibt hier keinen Job für mich, dann muss ich wohl umschulen oder umziehen.
Die Anpassungsfähigkeit ist also die Fähigkeit, Lösungen für Veränderungen zu finden, die einen mehr oder weniger plötzlich aufsuchen. Wir reagieren.

Reaktion erfolgt meist an einen Punkt, an dem es nur wenig Alternativen gibt. Wir sind quasi gezwungen, etwas anderes zu tun. Die Evolution basiert zwar auf dieser Anpassungsfähigkeit, doch gibt es leider viele Lebewesen, die diese Veränderung nicht überlebt haben. Warum? Weil sie in der Situation, in der sie quasi gezwungen wurden, etwas anderes zu tun, einem Stress ausgeliefert waren, der sie gelähmt hat und somit verhindert hat, dass sie sich rechtzeitig anpassen konnten.

Eigentlich ist die Anpassungsfähigkeit das Gleiche wie die Veränderungskompetenz. Allerdings könnte man einen winzigen Unterschied herausarbeiten, der am Ende vermutlich alles verändert. Die Veränderungskompetenz gibt uns den Raum, Veränderungen, die sich zeigen, frühzeitig zu erkennen und nach Alternativen ausschau zu halten.

Nehmen wir die Tierwelt als Beispiel. Das Gras wird weniger. Die Umwelteinflüsse lassen die Nahrungsquelle an Ort A schrumpfen. Das Lebewesen mit der Veränderungskompetenz, wird sich auf den Weg machen und einen anderen Ort mit anderer Nahrungsquelle aufsuchen. Das Lebewesen mit der Anpassungsfähigkeit wird warten, bis die Nahrungsquelle total ausgeschöpft ist und sich dann, vielleicht sogar bereits geschwächt, auf den Weg … irgendwohin … machen.

Am Ende können beide scheitern. Keine Frage. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass Proband „Veränderungskompetenz“ scheitert, ist erheblich geringer. Wie unterscheiden sich nun die Probanden? Zugrunde liegt die persönliche Haltung. Nehme ich alles als gegeben hin, bin ich ängstlich und unsicher, dann nutze ich eher die Strategie der Anpassungsfähigkeit. Weiß ich, dass ich selbst bestimme, was in meinem Leben passiert, dann werde ich zu der Spezies Veränderungskompetenz gehören.

Aber Obacht. Selbst bestimmen heist nicht: "Me first!" Im Leben geht es um Gleichgewicht. Es geht darum, zu fördern, es geht um Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft.

Anpassungsfähig zu sein, bedeutet meist, der Veränderung hinterher zu rennen. Dieses Verhalten schlägt irgendwann in eine sogenannte Anpassungsschwierigkeit um. Menschen mit dieser Anpassungsschwierigkeit kommen an einen Punkt, an dem sie total verzweifelt sind. Sie sagen dann soetwas wie: „Ich tu doch alles was von mir erwartet wird, was erforderlich ist, was nötig ist, ABER …“

Das liegt daran, dass sie erst etwas ändern, wenn es gar nicht mehr anders geht. Blöd nur, das die Welt und das Leben aus sich aneinanderreihenden Veränderungen besteht. Bevor sie sich also auf die eine Veränderung eingestellt haben, steht schon die nächste, und irgendwann dann die über- und überübernächste vor der Tür.

An diesem Punkt ist es dann wirklich höchste Eisenbahn, in die Haltung der Veränderungskompetentz zu wechseln. Und bevor Sie jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen … Sie werden durch den Übergang in die Veränderungskopetenz nicht unentwegt damit beschäftigt sein, etwas zu verändern. Nein, Sie werden wieder Zeit haben, sich um andere Dinge zu kümmern. Denn Veränderungskompetenz bringt noch etwas sehr wertvolles zu Tage. Sicherheit. Sie werden sich sicherer fühlen, weil Sie erkennen, dass Sie auf Veränderungen angemessen agieren können. Gut erkannt. Es heißt „reagieren“ können, aber nur, wenn Sie lieber in der Anpassungsfähigkeit verweilen wollen.

Aktiv oder Reaktiv zu sein, zu agieren oder zu reagieren, ist ein enormer Unterschied. Spätestens jetzt sollten Sie das erkannt haben.

29.4.18 13:26, kommentieren