Personal Power

Auf der Suche - Teil II

Wie bereits angesprochen, wird Ihnen die Erkenntnis Ihrer Suche helfen, sich selbst kennen zu lernen. Sie kennen sich! Na klar. Wir kennen uns alle. Wir wissen, ob wir zu viel oder zu wenig wiegen, zu groß oder zu klein sind, zu laut oder zu leise. Doch das sind alles Eigenschaften, die wir im Vergleich zu etwas bewerten, dass in dem vorgegebenen Umfeld als NORMAL gilt. Das ist auch erst mal gut so, aber das bedeutet nicht, sich zu kennen.

Ein Beispiel: Es gibt normalgewichtige Menschen, die an verfetteten Organen leiden. Bis vor kurzem hatte sich niemand darüber Gedanken gemacht. Schon gar nicht die, die normalgewichtig waren. Nun könnte man sicher die Frage stellen, wozu diese Info gut sein soll? So wichtig, wie es ist, seinen Gesundheitszustand zu kennen, so wichtig ist es, sein Selbst zu kennen. Wer sich kennt, kann in jeder Situation angemessen reagieren. Angemessen entspannt, angemessen erklärend, angemessen annehmend. Wer sich kennt, kann der Manipulation entgehen, die unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft auf uns ausübt. Das bedeutet nicht, dass wir uns entziehen, das bedeutet nur, das wir angemessen reagieren. Das bedeutet, dass wir uns nicht von der Meinung anderer verleiten lassen und das wir finden, was wir suchen.

Das wir uns kennen lernen hat Auswirkung auf unseren Umgang mit anderen. Menschen, die sich nicht kennen. neigen dazu, ihr eigenes Leid auf andere zu übertragen. Zwangsstörungen entzweien Familien, Süchte auch. Gerade Kinder leiden erheblich unter den Auswirkungen, da sie noch nicht gefestigt sind und ihre eigene Wertigkeit in Frage stellen. Menschen mit Süchten und Zwangsstörungen sind nicht in der Lage, anderen Vertrauen und Stärke zu vermitteln. Sie vermitteln nur Versagen.

Vielleicht kann man sagen, dass ein Suchtverhalten entsteht, weil man nicht findet, wonach man sucht. Es ist vielleicht das Zeichen der Aufgabe. Man hat aufgegeben zu suchen und flüchtet sich in eine Sucht. Ein Zwangsverwalten kann sich daraus ergeben, dass man aufgegeben hat zu suchen, weil man glaubt, dass man allein durch Disziplin zum Ziel kommt. Doch Disziplin wird all zu oft mit Aushalten, also Stillstand, verknüpft. Daraus entsteht die Angst sich auf die Reise zu begeben und so macht man es sich selbst unmöglich, ans Ziel zu gelangen … durch eine Zwangsstörung. Soweit zur Theorie.

Natürlich sage ich nicht, dass sich Süchtige und Zwangsgestörte nun einfach nur auf den Weg machen müssen. Mir ist sehr wohl bewusst, dass das nicht so einfach ist. Doch möchte ich Ihnen auch verdeutlichen, wie Aufmerksam man sein muss, um diesen Sackgassen zu entgehen. Gerade das Suchtverhalten ist viel ausgeprägter, als wir glauben. Gerade Alkohol, der in unserem Land legal ist, wird als Suchtmittel unterschätzt. Da viele Menschen ihren Alkoholspiegel regeln, nur am Wochenende total betrunken sind, nennt man das nicht Sucht. Doch wer auf Alkohol nicht ganz und gar verzichten kann, der ist süchtig. So ist es auch mit Kaffee, Schokolade, Tee und vielen anderen Stoffen, die eine Abhängigkeit auslösen, die der Gesellschaft aber mehr nutzt als schadet. Dem Einzelnen jedoch schadet sie mehr, als das sie nutzt, denn die Sucht lenkt uns von der Suche ab.

Was suchen wir denn nun?

28.2.18 07:47

Letzte Einträge: Auf der Suche - Teil I, Aufmerksamkeitstraining Teil I, Aufmerksamkeitstraining Teil II, Anpassungsfähigkeit Teil II, Anpassungsfähigkeit Teil III, Entschuldigung

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen